Wirbelsäulen-Dekompressionstherapie
Über das Verfahren
Die Wirbelsäulen-Dekompressionstherapie ist ein nicht-chirurgisches Verfahren zur Reduktion des Drucks auf Bandscheiben und Nervenwurzeln. Durch eine kontrollierte mechanische Traktion wird die Wirbelsäule sanft gestreckt, wodurch ein negativer Druck im Bandscheibenraum entsteht und der Stoffwechsel des Bandscheibengewebes unterstützt wird.
Die Therapie wird häufig eingesetzt bei folgenden Erkrankungen:
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Bandscheibenvorfall
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Bandscheibenprotrusion
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Degenerative Bandscheibenerkrankung
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Spinalkanalstenose
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Nervenwurzelkompression
Sie wird insbesondere Patienten mit Lendenwirbelsäulenschmerzen, Ischias oder radikulären Beschwerden empfohlen, einschließlich ausstrahlender Schmerzen ins Bein, Taubheitsgefühlen oder Muskelschwäche.
Wirkmechanismus
Während der Behandlung wechseln sich Phasen der Traktion und Entlastung ab. Durch die kontrollierte Distraktion kann der intradiskale Druck reduziert und die Belastung der komprimierten Nervenstrukturen verringert werden. Die mechanische Entlastung kann zu folgenden Effekten führen:
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Reduktion des Drucks auf die Bandscheibe
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Entlastung der gereizten Nervenwurzel
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Verbesserung der Bandscheibenhydratation
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Verringerung muskulärer Verspannungen
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Verbesserung der segmentalen Beweglichkeit
Im Gegensatz zur manuellen Traktion ermöglicht die mechanische Dekompression eine präzise Kontrolle von Zugkraft, Winkel und Behandlungsdauer, was die Sicherheit und Reproduzierbarkeit erhöht.
Rolle in der konservativen Therapie
Die Wirbelsäulen-Dekompression ist Bestandteil eines konservativen Behandlungsansatzes bei bandscheibenbedingten Beschwerden. Sie kann mit TENS Therapie zur Schmerzreduktion bei akuter Radikulopathie kombiniert werden und mit TECAR Therapie bei chronischer paravertebraler Muskelspannung.
Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn die Dekompression Teil eines strukturierten Rehabilitationsprogramms mit Stabilisationsübungen und Haltungskorrektur ist.
Der Kandidat
Die Wirbelsäulen-Dekompressionstherapie ist indiziert bei Patienten mit lumbaler oder zervikaler Bandscheibenpathologie, die durch klinische Untersuchung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie MRT oder CT bestätigt wurde. Sie wird häufig empfohlen bei Bandscheibenvorfall, Bandscheibenprotrusion, degenerativer Bandscheibenerkrankung und Nervenwurzelkompression mit radikulären Symptomen. Typische Kandidaten sind Patienten mit chronischen Lendenwirbelsäulenschmerzen, Ischias mit Ausstrahlung ins Bein, zervikaler Radikulopathie mit Schmerzen oder Parästhesien im Arm sowie milder Spinalkanalstenose ohne schwerwiegende neurologische Defizite. Besonders geeignet ist die Therapie für Patienten, die eine nicht-operative Behandlung vor einer möglichen chirurgischen Dekompression bevorzugen.
Vorbereitung
Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich, jedoch ist eine sorgfältige klinische Beurteilung notwendig, um Indikation und Sicherheit sicherzustellen. Der behandelnde Arzt prüft frühere Wirbelsäulenoperationen, segmentale Instabilität, Spondylolisthesis, Osteoporose oder ein erhöhtes Frakturrisiko. Vorhandene bildgebende Untersuchungen werden analysiert, um Bandscheibenvorfälle, Protrusionen oder eine Verengung des Spinalkanals zu bestätigen. Auf dieser Grundlage werden Zugkraft und Behandlungswinkel individuell festgelegt.
Behandlung
Während der Therapie liegt der Patient auf einem motorisierten Dekompressionstisch. Becken und Rumpf werden mit speziellen Gurtsystemen fixiert, um eine kontrollierte und präzise Kraftübertragung zu gewährleisten. Das Gerät führt programmierte Zyklen aus Traktion und Entlastung durch, angepasst an das betroffene Wirbelsäulensegment. Die Zugkraft wird schrittweise reguliert, um plötzliche Belastungen der Wirbelsäulenstrukturen zu vermeiden. Eine Sitzung dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. Die Therapie wird meist über mehrere Wochen in einer Serie von Sitzungen durchgeführt, abhängig von Schweregrad und Dauer der Beschwerden.
Das Ergebnis
Eine Besserung der Symptome erfolgt in der Regel schrittweise. Viele Patienten berichten über eine Reduktion radikulärer Schmerzen, geringere Ausstrahlung in die Extremitäten und verbesserte funktionelle Beweglichkeit nach mehreren Sitzungen. Die Ergebnisse sind besonders bei bandscheibenbedingter Nervenkompression ausgeprägt und weniger bei rein muskulären Rückenschmerzen. Der Therapieerfolg hängt vom Ausmaß der degenerativen Veränderungen und der Dauer der Beschwerden ab.
Vorsichtsmaßnahmen
Die Wirbelsäulen-Dekompressionstherapie gilt bei korrekter Indikationsstellung als sicheres Verfahren. Sie ist jedoch nicht empfohlen bei Wirbelsäulenfrakturen, fortgeschrittener Osteoporose mit erhöhtem Frakturrisiko, schwerer segmentaler Instabilität, spinalen Tumorerkrankungen, akuten entzündlichen Zuständen oder beim Cauda-equina-Syndrom. Bei Patienten mit kürzlich erfolgter Wirbelsäulenoperation ist vor Beginn der Therapie eine ärztliche Freigabe erforderlich.

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