TENS Therapie
Über das Verfahren
Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ist ein nicht-invasives Verfahren zur Schmerzmodulation, bei dem niederfrequente elektrische Impulse über oberflächliche Elektroden auf die Haut übertragen werden. Ziel der TENS Therapie ist die Reduktion der Schmerzempfindung und die Verbesserung der funktionellen Belastbarkeit bei muskuloskelettalen sowie bestimmten neuropathischen Schmerzsyndromen. Sie wird häufig in der Physiotherapie und Rehabilitation als Bestandteil eines konservativen Schmerzmanagements eingesetzt.
Die TENS Therapie beseitigt nicht die strukturelle Ursache der Beschwerden, sondern moduliert die Weiterleitung von Schmerzsignalen im Nervensystem. Dadurch kann die Beweglichkeit verbessert und die Teilnahme an therapeutischen Übungen erleichtert werden.
Typische Anwendungsgebiete sind:
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Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich
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Ischias und radikuläre Schmerzen
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Nackenschmerzen und zervikale Spannungssyndrome
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Arthrosebedingte Gelenkschmerzen
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Posttraumatische Schmerzen während der Rehabilitation
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Bestimmte Formen neuropathischer Schmerzen
Wirkmechanismus
Die Wirkung der TENS Therapie beruht hauptsächlich auf zwei Mechanismen. Zum einen auf der Gate-Control-Theorie, nach der die Stimulation nicht schmerzleitender Nervenfasern die Weiterleitung von Schmerzimpulsen im Rückenmark hemmen kann. Zum anderen kann eine bestimmte Stimulationsfrequenz die Freisetzung körpereigener Endorphine fördern und die zentrale Schmerzverarbeitung beeinflussen.
Die klinische Reaktion ist individuell unterschiedlich. Manche Patienten verspüren eine unmittelbare Schmerzlinderung während der Anwendung, andere berichten über eine schrittweise Reduktion der Schmerzintensität im Verlauf wiederholter Sitzungen. Die Wirksamkeit hängt von Art, Dauer und Ursache der Schmerzen ab.
Ablauf einer TENS Sitzung
Bei der Behandlung werden selbstklebende Elektroden auf der Haut über dem schmerzhaften Bereich oder entlang des betroffenen Nervenverlaufs platziert. Das Gerät erzeugt elektrische Impulse mit definierter Frequenz, Impulsbreite und Intensität, die individuell angepasst werden.
Während der Anwendung berichten Patienten typischerweise über:
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Ein Kribbeln oder Vibrieren unter den Elektroden
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Eine rhythmische Stimulation, die angenehm bleiben sollte
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Kein Brennen oder stechenden Schmerz bei korrekter Einstellung
Eine Sitzung dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten. Die TENS Therapie kann als eigenständige symptomatische Maßnahme oder in Kombination mit anderen physikalischen Therapien innerhalb eines Behandlungstermins eingesetzt werden.
Klinische Einordnung
Die TENS Therapie ist besonders sinnvoll, wenn Schmerzen die Mobilität, den Schlaf oder die aktive Teilnahme an einem Rehabilitationsprogramm einschränken. Bei radikulären Beschwerden wie Ischias kann sie die Schmerzintensität so reduzieren, dass Stabilisationsübungen und funktionelles Training durchgeführt werden können.
Bei mechanisch bedingten Wirbelsäulenbeschwerden kann sie mit der Wirbelsäulen-Dekompressionstherapie kombiniert werden, sofern dies klinisch angezeigt ist. Bei chronischer muskulärer Verspannung und eingeschränkter Gewebeperfusion kann die Kombination mit der TECAR Therapie sinnvoll sein, um die Durchblutung zu unterstützen.
Vorteile der TENS Therapie
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Nicht-invasiv und medikamentenfrei
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In der Regel gut verträglich
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Integration in Rehabilitationsprogramme möglich
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Kann die Schmerzintensität reduzieren und Bewegung erleichtern
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Individuell anpassbare Stimulationsparameter
Der Kandidat
Die TENS Therapie eignet sich für Patienten mit akuten oder chronischen Schmerzen, bei denen eine symptomatische Linderung erforderlich ist, um die funktionelle Belastbarkeit zu verbessern und die Teilnahme an Rehabilitationsmaßnahmen zu ermöglichen. Sie wird häufig bei muskuloskelettalen Schmerzen wie Lendenwirbelsäulen- und Nackenschmerzen sowie bei degenerativen Gelenkbeschwerden eingesetzt und kann nach klinischer Beurteilung auch bei bestimmten neuropathischen Schmerzformen in Betracht gezogen werden. Sie kann insbesondere bei Patienten mit Ischias oder radikulären Schmerzmustern empfohlen werden, wenn die Schmerzen das Gehen, Sitzen oder die Durchführung therapeutischer Übungen einschränken. Die TENS Therapie wird in der Regel als unterstützende Maßnahme innerhalb eines umfassenden Behandlungsplans angewendet.
Vorbereitung
Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich. Das Behandlungsareal sollte sauber und zugänglich sein. Patienten sollten über mögliche Hautempfindlichkeiten oder frühere Reaktionen auf Elektroden informieren. Wichtig ist die Angabe von implantierten elektronischen Geräten, Herzrhythmusstörungen, Epilepsie, Schwangerschaft oder anderen relevanten Erkrankungen, bei denen eine elektrische Stimulation besondere Vorsicht erfordert.
Behandlung
Die Elektroden werden entsprechend der Schmerzlokalisation und des klinischen Befunds positioniert. Die Intensität der elektrischen Stimulation wird schrittweise erhöht, bis eine deutliche, jedoch angenehme Empfindung erreicht ist. Eine Sitzung dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten. Die TENS Therapie kann vor therapeutischen Übungen zur Schmerzreduktion, während der Rehabilitation bei schmerzhaften Bewegungsmustern oder im Anschluss an andere physikalische Maßnahmen eingesetzt werden. Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach Schweregrad und Dauer der Beschwerden.
Das Ergebnis
Viele Patienten berichten über eine vorübergehende Schmerzlinderung während oder unmittelbar nach der Behandlung. Bei wiederholter Anwendung kann eine stabilere Kontrolle der Schmerzsymptomatik erreicht werden, wodurch die aktive Teilnahme an Rehabilitationsmaßnahmen erleichtert wird. Der Therapieerfolg hängt von der Art der Schmerzen, der zugrunde liegenden Diagnose und der konsequenten Durchführung des Gesamtbehandlungsplans ab.
Vorsichtsmaßnahmen
Die TENS Therapie gilt bei sachgerechter Anwendung als sicher. Sie wird jedoch nicht empfohlen bei Patienten mit Herzschrittmachern oder aktiven implantierten elektronischen Geräten ohne vorherige ärztliche Abklärung. Elektroden dürfen nicht an der Vorderseite des Halses, über dem Herzbereich oder auf verletzter Haut platziert werden. Besondere Vorsicht ist geboten bei Schwangerschaft, Epilepsie sowie bei eingeschränkter Sensibilität im Behandlungsareal.
F.A.Q.
Die meisten Patienten empfinden ein angenehmes Kribbeln oder Vibrieren unter den Elektroden. Die Intensität sollte stark, aber nicht schmerzhaft sein und kein Brennen verursachen.
Die Wirkung kann von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden anhalten. Die Dauer hängt von Art und Chronizität der Schmerzen ab. Wiederholte Sitzungen können die Symptomkontrolle verbessern.
Nein. Die TENS Therapie zielt primär auf die Modulation der Schmerzsignale über sensorische Nervenfasern ab, während die elektrische Muskelstimulation Muskelkontraktionen zur Kräftigung oder neuromuskulären Aktivierung erzeugt.
TENS kann die Intensität radikulärer Schmerzen bei Ischias reduzieren, indem die Schmerzsignalübertragung moduliert wird. Sie beseitigt jedoch keine Bandscheibenpathologie oder mechanische Nervenkompression.
Patienten mit Herzschrittmachern oder aktiven implantierten elektronischen Geräten sollten die Therapie nur nach ärztlicher Freigabe erhalten. Vorsicht ist ebenfalls bei Schwangerschaft, Epilepsie und Hautläsionen im Anwendungsbereich geboten.

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