ALERGO295 Allergie-Bluttest
Über das Verfahren
Der ALERGO295 Allergie-Bluttest ist eine umfassende Laboruntersuchung, bei der aus einer einzigen Blutprobe allergenspezifisches Immunglobulin E, kurz spezifisches IgE, gegen 295 Allergenziele bestimmt wird. Der Test kombiniert Allergenextrakte mit einzelnen molekularen Komponenten und erstellt ein detailliertes Sensibilisierungsprofil für häufige Inhalationsallergene, Lebensmittel, Tierallergene, Schimmelpilze, Insektengifte, Latex und weitere mögliche Auslöser.
Die Untersuchung kann erwogen werden, wenn Beschwerden auf eine IgE-vermittelte Allergie hindeuten, der relevante Auslöser jedoch unklar bleibt, mehrere Allergene infrage kommen oder frühere Testergebnisse komplex beziehungsweise scheinbar widersprüchlich waren. Sie kann die Abklärung saisonaler, umweltbedingter, nahrungsmittelbezogener, respiratorischer, okulärer und kutaner Beschwerden unterstützen. Die Ergebnisse müssen jedoch immer gemeinsam mit der Krankengeschichte und den Reaktionen nach tatsächlicher Exposition beurteilt werden.
Was mit ALERGO295 bestimmt wird
Spezifische IgE-Antikörper entstehen, wenn das Immunsystem gegen ein bestimmtes Allergen sensibilisiert ist. Im Unterschied zum Gesamt-IgE, das die gesamte IgE-Menge im Blut widerspiegelt, weist ein spezifischer IgE-Test Antikörper gegen definierte Allergenquellen oder einzelne allergene Proteine nach.
Das ALERGO295-Profil umfasst 295 Ziele, darunter 117 Allergenmoleküle und 178 Allergenextrakte aus 123 verschiedenen Allergenquellen. Zu den untersuchten Gruppen gehören:
- Hausstaubmilben, weitere Gliederfüßer und Insekten
- Baum-, Gräser- und Kräuterpollen
- Allergene tierischen Ursprungs
- Schimmelpilze und andere Pilze
- Lebensmittel tierischen und pflanzlichen Ursprungs
- Bienen- und Wespengifte
- Latex
Ein Allergenextrakt enthält eine Mischung verschiedener Proteine aus einer Quelle, beispielsweise Birkenpollen, Erdnuss, Milch oder Katzenepithelien. Eine molekulare Komponente ist ein einzelnes Protein innerhalb dieser Quelle. Die Untersuchung beider Ebenen kann detailliertere Informationen liefern als die alleinige Bestimmung eines Extrakts.
Beschwerden, die zu einer Allergieabklärung führen können
Eine Allergietestung kann besprochen werden, wenn Beschwerden wiederholt nach Kontakt mit Pollen, Staub, Tieren, bestimmten Lebensmitteln, Latex, Insektenstichen oder einem anderen vermuteten Auslöser auftreten. Dazu gehören Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase, juckende, gerötete und tränende Augen, Husten, pfeifende Atmung oder Atemnot sowie Hautausschlag und Juckreiz.
Der Test kann auch sinnvoll sein, wenn mehrere Organsysteme betroffen sind, die Beschwerden je nach Jahreszeit oder Aufenthaltsort wechseln oder Reaktionen nach Lebensmitteln auftreten, die sich keinem einzelnen Allergen eindeutig zuordnen lassen. Symptome allein bestätigen keine Allergie, da Infektionen, Reizungen, Asthma, Hauterkrankungen, Unverträglichkeiten und andere medizinische Ursachen ähnliche Beschwerden hervorrufen können.
Molekulare Komponenten und Kreuzreaktionen
Die molekulare Allergiediagnostik kann helfen, eine primäre Sensibilisierung von einer Kreuzreaktion aufgrund strukturell ähnlicher Proteine zu unterscheiden. Eine Kreuzreaktion entsteht, wenn IgE-Antikörper gegen ein allergenes Protein auch an ein verwandtes Protein aus einer anderen Quelle binden.
Eine Person mit Sensibilisierung gegen bestimmte Birkenpollenproteine kann beispielsweise auch positive Befunde gegen verwandte Proteine in Apfel, Birne, Haselnuss oder anderen pflanzlichen Lebensmitteln aufweisen. Dieses Muster bedeutet nicht zwangsläufig, dass jeder positive Lebensmittelbefund eine eigenständige primäre Nahrungsmittelallergie darstellt. Informationen zu einzelnen Komponenten können zeigen, ob mehrere positive Ergebnisse möglicherweise auf einem gemeinsamen Sensibilisierungsmuster beruhen.
Kreuzreaktive Proteine können unter anderem in Pollen und pflanzlichen Lebensmitteln, bei verschiedenen Tierarten, in Latex und bestimmten Früchten oder in verwandten Insektengiften vorkommen. Die klinische Bedeutung hängt von der tatsächlichen Exposition, den Beschwerden, der identifizierten Komponente und der gesamten Krankengeschichte ab.
Sensibilisierung bedeutet nicht automatisch klinische Allergie
Ein positiver spezifischer IgE-Befund zeigt eine Sensibilisierung. Das bedeutet, dass IgE-Antikörper gegen das untersuchte Allergen nachgewiesen wurden. Der Befund beweist nicht automatisch, dass der Kontakt Beschwerden verursacht oder eine klinisch relevante Allergie vorliegt.
Manche Sensibilisierungen bleiben ohne Symptome, während andere klar mit allergischen Reaktionen verbunden sind. Die Konzentration des spezifischen IgE kann zur Beurteilung beitragen, bestimmt aber allein weder, ob eine Reaktion auftreten wird, noch wie schwer sie ausfällt.
Der Test kann zukünftige allergische Reaktionen nicht zuverlässig vorhersagen. Ein positiver Befund bedeutet nicht, dass sich später zwangsläufig eine Reaktion entwickelt. Die klinische Relevanz wird anhand früherer Expositionen, des zeitlichen Zusammenhangs der Beschwerden, verträglicher Lebensmittel, saisonaler und umweltbezogener Muster sowie zusätzlicher allergologischer Untersuchungen beurteilt.
Ablauf der Untersuchung
1. Erfassung der Beschwerden und möglicher Auslöser
Vor der Untersuchung sollten Beschwerden, Zeitpunkt und Häufigkeit, mögliche Expositionen, saisonale Muster, verträgliche oder verdächtige Lebensmittel, frühere Reaktionen, aktuelle Medikamente und vorhandene Allergiebefunde dokumentiert werden. Ein breites Panel kann zahlreiche Sensibilisierungen nachweisen, doch diese Angaben sind entscheidend, um klinisch relevante Ergebnisse von Befunden ohne Beschwerden zu unterscheiden.
2. Entnahme der Blutprobe
Es wird ein Röhrchen Blut entnommen. Für die Laboranalyse wird das Serum verwendet. Während des Tests werden keine Allergene auf die Haut aufgetragen oder gezielt eingenommen.
3. Analyse des spezifischen IgE
Die Probe wird auf spezifisches IgE gegen die enthaltenen Allergenextrakte und molekularen Komponenten untersucht. Das Profil kann negative Ergebnisse, einzelne Sensibilisierungen oder Gruppen verwandter positiver Befunde zeigen, die auf Kreuzreaktionen hinweisen können.
4. Laborbefund und fachliche Interpretation
Der Laborbericht enthält die nachgewiesenen spezifischen IgE-Werte. Bei der fachlichen Interpretation wird das gesamte Muster betrachtet, statt jedes positive Ergebnis automatisch als eigenständige Allergie zu bewerten.
Vorbereitung auf die Blutentnahme
Nüchternheit ist nicht erforderlich. Antihistaminika und Kortikosteroide müssen für diesen Bluttest nicht abgesetzt werden, da zirkulierende Antikörper und keine Hautreaktion gemessen werden. Medikamente sollten nicht ohne ärztliche Anweisung verändert werden.
Vor der Blutentnahme sollten aktuelle Medikamente, frühere schwere Reaktionen, bekannte Allergien, Asthma, Hauterkrankungen, eine Schwangerschaft, eine Neigung zu Kreislaufproblemen bei Blutentnahmen oder Schwierigkeiten bei früheren Probenentnahmen angegeben werden.
Ergebnisse und Grenzen des Tests
Der Befund kann helfen festzustellen, welche Allergene genauer klinisch beurteilt werden sollten und ob ein Muster eher zu einer primären Sensibilisierung oder zu einer Kreuzreaktion passt. Er kann außerdem die Entscheidung unterstützen, ob gezielte Zusatztests, eine allergologische Untersuchung, ein kontrollierter Provokationstest oder ein anderer diagnostischer Weg sinnvoll ist.
ALERGO295 untersucht IgE-vermittelte Sensibilisierungen. Der Test diagnostiziert keine Nahrungsmittelintoleranz, nicht IgE-vermittelte Reaktionen, Kontaktdermatitis, Nebenwirkungen von Medikamenten oder sämtliche Ursachen respiratorischer, gastrointestinaler, okulärer oder kutaner Symptome. Ein negativer Befund schließt nicht jede Allergieform aus.
Lebensmittel sollten nicht allein aufgrund eines isolierten positiven Ergebnisses gemieden werden, insbesondere wenn sie ohne Beschwerden verzehrt werden. Unnötige Einschränkungen können die Ernährungsvielfalt reduzieren und zu Nährstoffproblemen führen. Entscheidungen über Allergenkarenz, Notfallmedikamente oder Immuntherapie erfordern eine individuelle medizinische Beurteilung.
Ein Allergie-Bluttest ist keine Notfalluntersuchung. Plötzliche schwere Atemnot, eine Schwellung von Zunge oder Rachen, Bewusstlosigkeit, sich rasch ausbreitende Nesselsucht oder schwere Beschwerden nach Lebensmitteln, Medikamenten, Latex oder einem Insektenstich erfordern sofortige medizinische Hilfe.
Zur Organisation des Tests über ZagrebMed können Sie eine kurze Beschreibung der Beschwerden, möglicher Auslöser, früherer Reaktionen, aktueller Medikamente und vorhandener Allergiebefunde senden. Diese Informationen helfen bei der Einschätzung, ob ein breites molekulares Panel oder eine gezieltere Abklärung der sinnvollere nächste Schritt ist.
Der Kandidat
Der Test kann bei Erwachsenen und Kindern mit wiederkehrenden respiratorischen, nasalen, okulären, kutanen, gastrointestinalen oder systemischen Beschwerden erwogen werden, die möglicherweise IgE-vermittelt sind. Dies gilt besonders, wenn mehrere Auslöser vermutet werden oder frühere Befunde schwer einzuordnen sind. Er kann außerdem die Beurteilung komplexer Sensibilisierungsmuster bei Pollen und Lebensmitteln, Tieren, Latex, Nahrungsmitteln oder Insektengiften unterstützen. Die Eignung sollte anhand der Krankengeschichte beurteilt werden, da ein breites Panel auch Sensibilisierungen ohne Beschwerden nachweisen kann.
Vorbereitung
Der Test kann bei Erwachsenen und Kindern mit wiederkehrenden respiratorischen, nasalen, okulären, kutanen, gastrointestinalen oder systemischen Beschwerden erwogen werden, die möglicherweise IgE-vermittelt sind. Dies gilt besonders, wenn mehrere Auslöser vermutet werden oder frühere Befunde schwer einzuordnen sind. Er kann außerdem die Beurteilung komplexer Sensibilisierungsmuster bei Pollen und Lebensmitteln, Tieren, Latex, Nahrungsmitteln oder Insektengiften unterstützen. Die Eignung sollte anhand der Krankengeschichte beurteilt werden, da ein breites Panel auch Sensibilisierungen ohne Beschwerden nachweisen kann.
Behandlung
Es wird ein Röhrchen Blut entnommen. Aus dem Serum wird spezifisches IgE gegen 117 Allergenmoleküle und 178 Allergenextrakte aus 123 Allergenquellen bestimmt. Es werden keine Allergene auf die Haut aufgetragen und keine Lebensmittel gezielt verabreicht. Der Laborbericht stellt das gemessene Sensibilisierungsprofil dar und ist für die fachliche Interpretation zusammen mit der klinischen Vorgeschichte vorgesehen.
Das Ergebnis
Es wird ein Röhrchen Blut entnommen. Aus dem Serum wird spezifisches IgE gegen 117 Allergenmoleküle und 178 Allergenextrakte aus 123 Allergenquellen bestimmt. Es werden keine Allergene auf die Haut aufgetragen und keine Lebensmittel gezielt verabreicht. Der Laborbericht stellt das gemessene Sensibilisierungsprofil dar und ist für die fachliche Interpretation zusammen mit der klinischen Vorgeschichte vorgesehen.
Vorsichtsmaßnahmen
Nach der Blutentnahme können vorübergehend Beschwerden, ein Bluterguss, eine leichte Blutung oder Schwindel auftreten. Der Test untersucht IgE-vermittelte Sensibilisierungen und schließt nicht IgE-vermittelte Allergien, Unverträglichkeiten, Kontaktreaktionen oder andere Ursachen der Beschwerden nicht aus. Umfangreiche Eliminationsdiäten oder Änderungen verordneter Therapien sollten nicht allein aufgrund des Befunds begonnen werden. Schwere Atemnot, eine Rachenschwellung, Bewusstlosigkeit oder eine rasche Verschlechterung erfordern eine dringende medizinische Beurteilung.

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