Juckende, gerötete und tränende Augen

Juckende, gerötete und tränende Augen können durch Allergien, Infektionen, Trockenheit, Reizstoffe, Kontaktlinsen oder andere Augenerkrankungen entstehen.

Juckende, gerötete und tränende Augen können auftreten, wenn die Augenoberfläche oder die Innenseite der Augenlider gereizt oder entzündet ist. Die Beschwerden können ein oder beide Augen betreffen und Juckreiz, Brennen, Fremdkörpergefühl, verstärkten Tränenfluss, geschwollene Lider, sichtbare Blutgefäße oder Ausfluss umfassen.

Eine allergische Bindehautentzündung ist eine häufige Ursache, besonders wenn beide Augen stark jucken und die Beschwerden zusammen mit Niesen, Nasenlaufen oder Kontakt mit Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel oder Tieren auftreten. Rote und tränende Augen können auch durch virale oder bakterielle Bindehautentzündung, trockene Augen, Lidrandentzündung, Kosmetik, Rauch, Chemikalien, Kontaktlinsen oder einen Fremdkörper entstehen.

Die meisten leichten Reizungen sind nicht gefährlich, doch eine Rötung sollte nicht automatisch als Allergie eingeordnet werden. Augenschmerzen, Lichtempfindlichkeit, verschwommenes oder vermindertes Sehen, Verletzungen, Chemikalienkontakt oder starke Rötung können eine rasche augenärztliche Untersuchung erfordern.

Wie sich die Beschwerden zeigen können

Die Augen können unmittelbar nach einem Kontakt mit einem Allergen oder Reizstoff zu jucken und zu tränen beginnen. Infektionsbedingte Symptome können sich über mehrere Stunden oder Tage entwickeln und zunächst ein Auge betreffen.

Häufige Beschwerden sind:

  • Juckreiz, Brennen, Stechen oder Sandkorngefühl
  • Rötung des weißen Augenbereichs
  • klarer und wässriger Tränenfluss
  • geschwollene oder aufgedunsene Augenlider
  • fädiger, klebriger, gelber oder grüner Ausfluss
  • verklebte Augenlider nach dem Schlafen
  • häufiges Reiben oder Blinzeln
  • vorübergehend verschwommenes Sehen durch Tränen oder Sekret
  • Beschwerden mit Niesen, verstopfter Nase oder Hautjucken

Starker Juckreiz ist besonders charakteristisch für eine allergische Bindehautentzündung. Schmerzen, ausgeprägte Lichtscheu, anhaltend verschwommenes Sehen oder das Gefühl eines festsitzenden Fremdkörpers sind weniger typisch für eine unkomplizierte Allergie.

Häufige Ursachen

Allergische Bindehautentzündung

Eine allergische Bindehautentzündung entsteht, wenn das Immunsystem auf ein Allergen an der Augenoberfläche reagiert. Häufige Auslöser sind Baum-, Gräser- und Kräuterpollen, Hausstaubmilben, Tierallergene, Schimmelsporen und berufliche Allergene.

Die Beschwerden betreffen meist beide Augen und umfassen starken Juckreiz, Rötung, wässrigen Ausfluss, Lidschwellung, Brennen oder Sandkorngefühl. Gleichzeitig können Niesen, Nasenjucken, Verstopfung und klares Nasenlaufen auftreten.

Saisonale Beschwerden können während der Pollensaison auftreten, während ganzjährige Symptome mit Innenraumallergenen verbunden sein können. Ein reproduzierbarer Zusammenhang zwischen Kontakt und Beschwerden ist wichtig für die Entscheidung über Allergietests.

Virale Bindehautentzündung

Eine virale Bindehautentzündung verursacht häufig Rötung, wässrigen Ausfluss, Reizung und Fremdkörpergefühl. Sie kann in einem Auge beginnen und später das andere betreffen. Halsschmerzen, Husten, Nasenlaufen, Fieber oder Kontakt mit einer betroffenen Person können für eine Infektion sprechen.

Die Infektion kann über Hände, Handtücher, Augensekret und gemeinsam benutzte Gegenstände übertragen werden. Sorgfältiges Händewaschen und das Vermeiden gemeinsam genutzter Handtücher, Kosmetik oder Augenprodukte können die Übertragung reduzieren.

Bakterielle Bindehautentzündung

Eine bakterielle Bindehautentzündung kann Rötung und dickeren gelben oder grünen Ausfluss verursachen. Die Lider können besonders nach dem Schlafen verklebt sein. Die Beschwerden können sich mit viralen und allergischen Formen überschneiden, sodass der Ausfluss allein die Ursache nicht sicher bestimmt.

Eine ärztliche Untersuchung kann sinnvoll sein, wenn der Ausfluss stark ist, sich die Beschwerden verschlechtern, das Immunsystem geschwächt ist oder keine erwartete Besserung eintritt.

Trockene Augen

Trockene Augen können paradoxerweise stark tränen, weil die Reizung eine reflexartige Tränenproduktion auslöst. Brennen, Sandkorngefühl, wechselnd verschwommenes Sehen, müde Augen und Rötung können besonders bei langer Bildschirmarbeit auftreten.

Klimaanlage, Heizung, Wind, Rauch, seltenes Blinzeln, Alter, hormonelle Veränderungen, Medikamente und bestimmte Autoimmunerkrankungen können beitragen. Die Beschwerden sind häufig am Ende des Tages stärker.

Lidrandentzündung

Eine Lidrandentzündung kann Rötung, Juckreiz, Brennen, Krusten an den Wimpern, geschwollene Lider oder ein Fremdkörpergefühl verursachen.

Verstopfte Drüsen in den Lidern können sowohl zur Lidrandentzündung als auch zu trockenen Augen beitragen. Wiederkehrende Beschwerden können eine Untersuchung der Augenlider und des Tränenfilms erfordern.

Kontaktlinsen

Kontaktlinsen können die Augen reizen, wenn sie zu lange getragen, falsch gereinigt, Wasser ausgesetzt, beschädigt oder während einer Infektion verwendet werden. Allergene und Ablagerungen auf den Linsen können Juckreiz oder Schleim verursachen.

Kontaktlinsenträger mit einem schmerzhaften roten Auge, Lichtempfindlichkeit, Ausfluss oder vermindertem Sehen sollten die Linsen entfernen und dringend augenärztlich untersucht werden, da eine Hornhautinfektion schnell fortschreiten kann.

Kosmetik, Rauch, Chemikalien und Fremdkörper

Make-up, Hautprodukte, Wimpernkleber, Reinigungsmittel, Rauch, Staub, Chlor, Luftverschmutzung und Chemikalien am Arbeitsplatz können die Augen reizen. Die Beschwerden können nach Ende des Kontakts abklingen, chemische Verletzungen erfordern jedoch sofortiges Spülen und dringende medizinische Hilfe.

Ein Teilchen unter dem Augenlid kann Tränenfluss, Rötung, Blinzeln und ein anhaltendes Kratzgefühl verursachen. Das Auge sollte nicht wiederholt gerieben werden, da dies die Hornhaut verletzen kann.

Weitere Augenerkrankungen

Hornhautentzündung, Uveitis, akutes Glaukom, herpesbedingte Augeninfektionen, Verletzungen und andere Erkrankungen können ein rotes und tränendes Auge verursachen. Sie sind wahrscheinlicher bei Schmerzen, deutlicher Lichtscheu, vermindertem Sehen, starken Kopfschmerzen, Übelkeit oder ausgeprägter Rötung.

Begleitsymptome

Begleitende Beschwerden können die wahrscheinliche Ursache eingrenzen. Wichtig sind:

  • Niesen, laufende oder verstopfte Nase und Nasenjucken
  • Schwellung von Lidern, Gesicht, Lippen oder Zunge
  • klarer, fädiger, dicker, gelber oder grüner Ausfluss
  • Krusten an den Wimpern
  • Schmerzen oder anhaltendes Fremdkörpergefühl
  • verschwommenes oder vermindertes Sehen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Kopfschmerzen, Übelkeit oder Farbringe um Lichtquellen
  • Fieber, Halsschmerzen, Husten oder Krankheitsgefühl
  • Hautausschlag, Nesselsucht, pfeifende Atmung oder Atemnot

Wann sofortige medizinische Hilfe erforderlich ist

Dringende Hilfe ist erforderlich bei:

  • plötzlichem Verlust oder deutlicher Verminderung des Sehens
  • starken Augenschmerzen
  • ausgeprägter Lichtempfindlichkeit
  • Chemikalienspritzern oder einer durchdringenden Verletzung
  • einem Fremdkörper, der nicht leicht entfernt werden kann
  • unterschiedlich großen Pupillen
  • starken Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen
  • rasch zunehmender Schwellung um das Auge
  • Atemnot oder Schwellung von Zunge und Hals

Nach Chemikalienkontakt sollte das Auge sofort mit reichlich sauberem Wasser gespült und gleichzeitig medizinische Hilfe organisiert werden. Kontaktlinsen sollten entfernt werden, wenn dies problemlos möglich ist.

Wann eine ärztliche oder augenärztliche Untersuchung sinnvoll ist

Eine Untersuchung ist sinnvoll, wenn die Beschwerden:

  • anhalten, häufig wiederkehren oder sich verschlechtern
  • über längere Zeit nur ein Auge betreffen
  • dicken Ausfluss oder regelmäßig verklebte Lider verursachen
  • nach Meidung eines vermuteten Allergens oder Reizstoffs nicht besser werden
  • mit Kontaktlinsen zusammenhängen
  • Lesen, Autofahren, Arbeit, Schlaf oder Alltag beeinträchtigen
  • nach einem neuen Augenprodukt oder Medikament beginnen
  • mit wiederkehrender allergischer Rhinitis oder Asthma auftreten

Wie die Beschwerden diagnostiziert werden

Beschwerde- und Expositionsgeschichte

Die Untersuchung beginnt meist mit Zeitpunkt, betroffenen Augen, Art des Ausflusses, Juckreiz oder Schmerzen, Kontaktlinsen, Allergien, kürzlicher Atemwegsinfektion und Kontakt mit Kosmetik, Chemikalien, Tieren, Pollen oder Staub.

Fotos aus der stärksten Phase können hilfreich sein, wenn Rötung und Schwellung vor dem Termin abklingen.

Augenuntersuchung

Arzt oder Augenarzt können Sehschärfe, Augenlider, Bindehaut, Hornhaut, Pupillen, Augenbewegungen und Augenoberfläche beurteilen. Die Spaltlampenuntersuchung ermöglicht eine vergrößerte Darstellung der vorderen Augenstrukturen.

Fluoreszein kann bei Verdacht auf Hornhautabschürfung, Geschwür, Fremdkörper oder kontaktlinsenbedingte Komplikationen verwendet werden.

Allergietests

Hautpricktests oder Bluttests auf allergenspezifisches IgE können erwogen werden, wenn die Beschwerden wiederholt nach Kontakt mit Pollen, Milben, Tieren, Schimmel oder anderen inhalativen Allergenen auftreten.

Ein positiver Befund zeigt eine Sensibilisierung, beweist aber nicht automatisch die Ursache der Augenbeschwerden. Das Ergebnis muss zu Zeitpunkt, Saison und Expositionsmuster passen.

Lebensmittelallergietests sind bei isoliertem chronischem Augenjucken ohne eindeutige Sofortreaktion auf ein Lebensmittel normalerweise nicht geeignet.

Abstriche und weitere Untersuchungen

Ein Augenabstrich ist bei den meisten unkomplizierten Fällen nicht erforderlich. Er kann bei schweren, wiederkehrenden, ungewöhnlichen oder therapieresistenten Infektionen sowie bei erhöhtem medizinischem Risiko erwogen werden.

Weitere Untersuchungen des Tränenfilms oder der Augenlider können bei Verdacht auf trockene Augen oder Lidrandentzündung durchgeführt werden.

Was der nächste Schritt umfassen kann

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Allergische Beschwerden können durch geringeren Allergenkontakt, Vermeiden des Augenreibens, kalte Kompressen und geeignete befeuchtende oder antiallergische Augentropfen nach ärztlicher oder pharmazeutischer Beratung verbessert werden.

Konservierungsmittelfreie Tränenersatzmittel können helfen, wenn Trockenheit oder Reizung beteiligt sind. Augentropfen sollten nicht geteilt werden und die Flaschenspitze darf Auge, Lid oder Wimpern nicht berühren.

Kontaktlinsen sollten nicht getragen werden, solange das Auge rot oder schmerzhaft ist, Sekret produziert oder wegen einer Bindehautentzündung behandelt wird. Linsen, Behälter und Lösung müssen möglicherweise ersetzt werden.

Antibiotische Augentropfen behandeln weder Allergien noch virale Bindehautentzündungen und sollten nicht ohne Indikation verwendet werden. Kortisonhaltige Augentropfen dürfen nur unter augenärztlicher Kontrolle eingesetzt werden, da sie bestimmte Infektionen verschlimmern und den Augeninnendruck erhöhen können.

Bei vermuteter Allergie kann die Behandlung begleitender Nasensymptome auch die Augenbeschwerden lindern. Anhaltende oder starke allergische Bindehautentzündungen können eine kombinierte allergologische und augenärztliche Beurteilung erfordern.

Was Sie vor einem Arzttermin vorbereiten sollten

Vor einem Termin oder einer Anfrage über ZagrebMed sind folgende Informationen hilfreich:

  • Beginn der Beschwerden und ob ein oder beide Augen betroffen sind
  • ob Juckreiz, Schmerzen, Brennen oder Sandkorngefühl überwiegt
  • Farbe und Konsistenz des Ausflusses
  • Sehveränderungen oder Lichtempfindlichkeit
  • Art der Kontaktlinsen, Tragedauer und Reinigung
  • Kontakt mit Pollen, Staub, Tieren, Schimmel, Kosmetik, Rauch oder Chemikalien
  • begleitendes Niesen, Nasensymptome, Hautausschlag oder Atemprobleme
  • kürzliche Atemwegsinfektion oder Kontakt mit einer Person mit Bindehautentzündung
  • bereits verwendete Augentropfen, Medikamente und Behandlungen
  • frühere Allergietests, Augenuntersuchungen und vorhandene Befunde

Wenn Juckreiz, Rötung oder Tränenfluss anhält, häufig wiederkehrt oder mit Allergiesymptomen verbunden ist, kann ZagrebMed die Beschwerden mit einer augenärztlichen Untersuchung, Allergiediagnostik, Laboruntersuchung oder einem anderen geeigneten diagnostischen Weg in Zagreb verbinden.