Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeit bei 93 Lebensmitteln

Preis ab
286 €

Über das Verfahren

Der Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeit bei 93 Lebensmitteln ist eine Blutuntersuchung, bei der im Serum die lebensmittelspezifische Reaktivität von Immunglobulin G, kurz IgG, auf 93 einzelne Lebensmittel gemessen wird. Der Befund zeigt die gemessene IgG-Reaktivität für jedes Lebensmittel. Bei der derzeit bestätigten Testkonfiguration wird der Befund innerhalb von sieben Tagen erstellt und enthält eine Interpretation.

Der Test wird manchmal bei der Abklärung wiederkehrender Verdauungsbeschwerden nach dem Essen in Betracht gezogen, beispielsweise bei Blähbauch nach dem Essen, Bauchschmerzen und Krämpfen nach dem Essen, Durchfall oder Verstopfung. Diese Beschwerden können viele unterschiedliche Ursachen haben. Ein IgG-Befund kann nicht feststellen, welches Lebensmittel, welche Erkrankung oder welcher Verdauungsmechanismus die Symptome verursacht.

Was lebensmittelspezifische IgG-Werte zeigen können

Lebensmittelspezifisches IgG zeigt, dass das Immunsystem mit einem Protein aus einem Lebensmittel in Kontakt gekommen ist und dieses erkannt hat. Das Vorhandensein oder die Höhe des IgG-Wertes beweist für sich allein nicht, dass das untersuchte Lebensmittel Beschwerden verursacht. Führende allergologische Fachgesellschaften empfehlen lebensmittelspezifische IgG-Panels nicht als alleinige Tests zur Diagnose einer Nahrungsmittelallergie oder Nahrungsmittelunverträglichkeit. IgG kann auch nach normalem Verzehr eines Lebensmittels nachweisbar sein und teilweise mit immunologischer Toleranz zusammenhängen.

Ein höherer Wert bedeutet daher nicht automatisch, dass ein Lebensmittel dauerhaft gemieden werden sollte. Ein niedriger oder negativer Wert beweist ebenfalls nicht, dass ein Lebensmittel für eine Person mit möglicher allergischer Reaktion sicher ist. Der Befund sollte zusammen mit Beschwerden, Krankengeschichte, gewöhnlicher Ernährung, Medikamenten, früheren Diagnosen und gegebenenfalls weiteren ärztlich empfohlenen Untersuchungen bewertet werden.

Unterschiede zu anderen lebensmittelbezogenen Erkrankungen

IgG-Reaktivität und IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergie

Eine IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergie ist eine andere Immunreaktion. Sie kann Nesselsucht, Schwellungen, Erbrechen, pfeifende Atmung, Atemnot, Schwindel oder eine Anaphylaxie verursachen, häufig kurz nach dem Verzehr des auslösenden Lebensmittels. Die Abklärung beruht auf einer ausführlichen Krankengeschichte, gezielten Hauttests oder Bluttests auf spezifisches IgE sowie in ausgewählten Fällen auf einer ärztlich überwachten oralen Provokation. Dieses IgG-Panel kann eine IgE-vermittelte Allergie weder diagnostizieren noch ausschließen.

Zöliakie

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, die bei genetisch veranlagten Personen durch Gluten ausgelöst wird. Obwohl Weizen, Gerste und Roggen im Panel enthalten sind, diagnostiziert die IgG-Reaktivität auf diese Getreidearten keine Zöliakie. Für die Abklärung sind spezielle Antikörpertests erforderlich, häufig Gewebetransglutaminase-IgA und Gesamt-IgA, manchmal ergänzt durch eine Dünndarmbiopsie. Gluten sollte vor der entsprechenden Diagnostik nicht aus der Ernährung entfernt werden, außer auf ärztliche Anweisung, da eine glutenfreie Ernährung die Ergebnisse beeinflussen kann.

Laktoseintoleranz

Eine Laktoseintoleranz entsteht durch eine verminderte Verdauung von Laktose, dem natürlichen Milchzucker. Sie ist keine IgG-vermittelte Immunreaktion. Die Diagnose orientiert sich üblicherweise am Beschwerdemuster, an der Ernährung und bei Bedarf an einem Wasserstoff-Atemtest. Ein IgG-Wert für Kuhmilch, Ziegenmilch oder Schafsmilch kann eine Laktoseintoleranz weder bestätigen noch ausschließen.

Andere Ursachen von Verdauungsbeschwerden

Ähnliche Beschwerden können mit einem Reizdarmsyndrom, fermentierbaren Kohlenhydraten, Infektionen, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, einer bakteriellen Fehlbesiedlung des Dünndarms, Nebenwirkungen von Medikamenten, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder Gallenwege, Verstopfung, stressbedingten Darmreaktionen oder anderen gastroenterologischen Ursachen zusammenhängen. Anhaltende, zunehmende, nächtliche oder ungeklärte Symptome benötigen eine angemessene medizinische Abklärung und nicht nur die Interpretation eines IgG-Panels.

Lebensmittel im Panel mit 93 Lebensmitteln

  • Milchprodukte und Eier: Kuhmilch, Ziegenmilch, Schafsmilch, Eiweiß, Eigelb.
  • Fisch: Thunfisch, Kabeljau, Seezunge, Lachs, Hering, Makrele, Flunder, Forelle.
  • Meeresfrüchte: Krebstiere, Garnelen und Scampi, Muscheln.
  • Nüsse: Mandeln, Haselnüsse, Erdnüsse, Walnüsse, Paranüsse, Cashewkerne.
  • Getreide: Reis, Hafer, Gerste, Roggen, Weizen, Hartweizen, Buchweizen, Hirse, Mais.
  • Gewürze und pflanzliche Zutaten: Knoblauch, Pfeffer, rote Chilischote, Ingwer, Minze, Muskatnuss, Vanille, Raps.
  • Fleisch: Schweinefleisch, Lammfleisch, Wildfleisch, Putenfleisch, Hühnerfleisch, Rindfleisch.
  • Gemüse: Aubergine, Brokkoli, rote Zwiebel, Pilze, Blumenkohl, Chicorée, grüne Bohnen, Kopfsalat, Kartoffel, Gurke, Paprika, Lauch, Kohl, Tomate, Karotte, Rote Bete, Sellerie.
  • Hülsenfrüchte: Erbsen, weiße Bohnen, Bohnen, Linsen.
  • Obst: Avocado, Pflaume, Erdbeere, Kiwi, Zitrone, Apfel, Pfirsich, Melone, Orange, Aprikose, Birne, Ananas, Banane, Grapefruit, weiße Trauben, schwarze Trauben, schwarze Johannisbeere, Johannisbrot, Kokosnuss.
  • Weitere Lebensmittel und Zutaten: Sesam, Kaffee, Kakao, Cola, Sonnenblumenkerne, Backhefe, Bierhefe, Tee.

Ablauf des Tests

Schritt 1: Grund für die Untersuchung erfassen

Vor dem Test ist es hilfreich zu notieren, welche Beschwerden auftreten, wie schnell sie nach dem Essen beginnen, wie lange sie anhalten, wie häufig sie vorkommen und ob ein wiederkehrender Zusammenhang mit einem bestimmten Lebensmittel besteht. Frühere Allergietests, Zöliakieuntersuchungen, gastroenterologische Befunde, bestehende Ernährungseinschränkungen und aktuelle Medikamente sollten ebenfalls berücksichtigt werden.

Schritt 2: Vorbereitung auf die Blutentnahme

Die Probe sollte nüchtern oder nach mindestens drei Stunden ohne Nahrungsaufnahme entnommen werden. Dadurch wird das Risiko einer lipämischen Probe verringert, die die Laboranalyse beeinträchtigen kann. Individuelle Hinweise zu Getränken, Medikamenten und dem Zeitpunkt der Blutentnahme sollten vor dem Termin geklärt werden.

Schritt 3: Blutentnahme und Serumanalyse

Es wird eine Blutprobe entnommen. Im daraus gewonnenen Serum wird die IgG-Reaktivität auf die 93 im Panel enthaltenen Lebensmittel gemessen. Die Blutentnahme selbst dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Schritt 4: Erstellung des Befunds

Bei der derzeit bestätigten Testkonfiguration ist der Befund innerhalb von sieben Tagen verfügbar. Er zeigt die gemessene Reaktivität auf die einzelnen Lebensmittel und enthält eine Interpretation. Kategorien und Zahlenwerte müssen im Zusammenhang mit der verwendeten Labormethode verstanden werden und stellen keine Diagnose dar.

Schritt 5: Weitere Abklärung festlegen

Der nächste Schritt kann darin bestehen, die normale Ernährung beizubehalten, ein strukturiertes Ernährungs- und Symptomtagebuch zu führen, eine gezielte und fachlich begleitete Eliminations- und Wiedereinführungsphase zu besprechen oder einen anderen diagnostischen Weg einzuschlagen. Bei Verdacht auf eine sofortige Allergie ist eine allergologische Abklärung erforderlich. Eine mögliche Zöliakie benötigt spezielle Untersuchungen, während bei Verdacht auf Laktoseintoleranz eine Ernährungsbeurteilung oder ein Atemtest sinnvoll sein kann.

Wichtige Informationen

  • Testart: Messung lebensmittelspezifischer IgG-Reaktivität.
  • Probe: Serum aus einer Blutprobe.
  • Anzahl der Lebensmittel: 93.
  • Vorbereitung: nüchtern oder mindestens drei Stunden ohne Nahrung.
  • Befund: innerhalb von sieben Tagen bei der bestätigten Testkonfiguration.
  • Wichtigste Einschränkung: Der Befund diagnostiziert weder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit noch eine Nahrungsmittelallergie.

Vorsichtsmaßnahmen bei Medikamenten und Ernährungsumstellungen

Kortikosteroide und zytostatische Therapien können den Zeitpunkt der Untersuchung oder die Interpretation beeinflussen. Diese Medikamente dürfen nicht ohne Rücksprache mit dem verordnenden Arzt abgesetzt werden. Personen, die solche Medikamente einnehmen, sollten vor der Terminvereinbarung den Arzt und die Teststelle kontaktieren. Das aktuelle Testprotokoll weist darauf hin, dass ein therapiefreies Intervall von mindestens einem Monat erforderlich sein kann.

Eine umfassende oder langfristige Eliminationsdiät sollte nicht allein aufgrund eines IgG-Befunds begonnen werden. Dies gilt besonders für Kinder, Schwangere, Personen mit bereits eingeschränkter Ernährung sowie Menschen mit einem Risiko für Nährstoffmangel oder Essstörungen. Ernährungsänderungen sollten gezielt, zeitlich begrenzt, ernährungsphysiologisch ausgewogen und mit einer strukturierten Neubewertung verbunden sein.

Für eine Anfrage sind Angaben zu den Beschwerden, ihrem zeitlichen Zusammenhang mit Mahlzeiten, verdächtigen Lebensmitteln, aktuellen Medikamenten, vorhandenen allergologischen oder gastroenterologischen Befunden und bestehenden Ernährungseinschränkungen hilfreich. So lässt sich klären, ob das IgG-Panel für 93 Lebensmittel die gewünschte Laborleistung ist oder ob eine andere Untersuchung besser zum Anliegen passt.

Der Kandidat

Der Test kann von Personen mit wiederkehrenden Beschwerden im Zusammenhang mit dem Essen erwogen werden, die eine zusätzliche Messung lebensmittelspezifischer IgG-Reaktivität wünschen. Er ist am sinnvollsten, wenn verstanden wird, dass der Befund keine Diagnose darstellt und zusammen mit Symptomen, Krankengeschichte, Ernährung und weiteren Ergebnissen bewertet werden muss. Der Test ersetzt keine Abklärung einer möglichen Sofortallergie, Zöliakie, Laktoseintoleranz, chronisch entzündlichen Darmerkrankung, Infektion oder anderen gastroenterologischen Erkrankung.

Vorbereitung

Zur Blutentnahme sollte man nüchtern oder nach mindestens drei Stunden ohne Nahrung erscheinen. Angaben zu Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln, Ernährungseinschränkungen, früheren allergologischen oder gastroenterologischen Untersuchungen und zum zeitlichen Auftreten der Beschwerden nach Mahlzeiten sollten vorbereitet werden. Kortikosteroide oder zytostatische Therapien dürfen nicht selbstständig abgesetzt werden. Vor der Terminvereinbarung müssen der verordnende Arzt und die Teststelle kontaktiert werden, da das aktuelle Protokoll ein Intervall von mindestens einem Monat ohne diese Therapien verlangen kann.

Behandlung

Es wird eine Blutprobe entnommen und das Serum auf IgG-Reaktivität gegen 93 festgelegte Lebensmittel untersucht. Die Blutentnahme dauert in der Regel nur wenige Minuten. Der Laborbefund zeigt die gemessene Reaktivität für jedes Lebensmittel und enthält bei der derzeit bestätigten Testkonfiguration eine Interpretation. Die Untersuchung ist eine diagnostische Labormessung, keine Behandlung, und legt nicht eigenständig fest, welche Lebensmittel gemieden werden sollten.

Das Ergebnis

Bei der derzeit bestätigten Testkonfiguration ist der Befund innerhalb von sieben Tagen verfügbar. Er zeigt die gemessene IgG-Reaktivität für einzelne Lebensmittel. Ein höherer Wert beweist jedoch nicht, dass ein Lebensmittel Beschwerden verursacht, und ein niedriger Wert schließt eine Allergie oder andere unerwünschte Reaktion nicht aus. Die Interpretation sollte gemeinsam mit Symptomen, Ernährung, medizinischen Befunden und gegebenenfalls gezielten allergologischen, serologischen, Atem- oder gastroenterologischen Untersuchungen erfolgen.

Vorsichtsmaßnahmen

Nach der Blutentnahme können vorübergehend Schmerzen, ein Bluterguss, eine leichte Blutung oder Schwindel auftreten. Verordnete Medikamente dürfen nicht ohne ärztliche Anweisung abgesetzt werden. Eine umfassende Eliminationsdiät sollte nicht allein auf IgG-Werten beruhen. Sofortige Nesselsucht, Schwellungen im Gesicht oder Hals, Atemnot, Ohnmacht oder der Verdacht auf Anaphylaxie erfordern eine dringende medizinische Beurteilung und eine IgE-orientierte Allergiediagnostik. Gluten sollte vor einer Zöliakiediagnostik nur auf ärztliche Empfehlung gemieden werden.

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