Eng stehende und fehlgestellte Zähne

Eng stehende und fehlgestellte Zähne können überlappen, verdreht sein oder außerhalb des Zahnbogens stehen. Erfahren Sie mehr über Ursachen und Behandlung.

Eng stehende und fehlgestellte Zähne haben nicht ausreichend Platz, um sich regelmäßig in den Zahnbogen einzuordnen, oder sie stehen schräg, verdreht, überlappen sich beziehungsweise befinden sich außerhalb der üblichen Zahnreihe. Vielleicht fällt Ihnen auf, dass ein Zahn hinter einem anderen steht, ein Eckzahn höher als erwartet durchbricht, sich die unteren Schneidezähne zunehmend überlagern oder die Zahnreihe insgesamt unregelmäßiger wirkt. Bei manchen Menschen ist dies hauptsächlich ein ästhetisches Anliegen, bei anderen kann die Reinigung erschwert sein oder zusätzlich eine Bissfehlstellung bestehen.

Nicht jede unregelmäßige Zahnstellung muss kieferorthopädisch behandelt werden. Entscheidend ist nicht allein, ob die Zähne vollkommen gerade aussehen. Wichtig sind auch der verfügbare Platz im Zahnbogen, das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer, die Möglichkeit einer guten Mundhygiene und die Frage, ob sich die Zahnstellung verändert. Eine kieferorthopädische Untersuchung kann helfen zu unterscheiden, ob eine leichte Abweichung lediglich beobachtet werden sollte oder ob eine Behandlung sinnvoll sein könnte.

Wie eng stehende und fehlgestellte Zähne aussehen können

Ein Zahnengstand wird häufig sichtbar, wenn im Zahnbogen nicht genügend Platz für alle Zähne vorhanden ist. Ein Zahn kann sich drehen, ein anderer nach innen oder außen kippen und benachbarte Zähne können sich überlappen. Bei Kindern kann ein bleibender Zahn hinter, vor oder oberhalb der erwarteten Position durchbrechen. Bei Erwachsenen fällt eine zunehmende Unregelmäßigkeit häufig zuerst im Bereich der unteren Frontzähne auf.

Viele Patienten bemerken die Veränderung beim Zähneputzen, bei der Verwendung von Zahnseide, auf Fotos oder weil sich Nahrung immer wieder zwischen bestimmten Zähnen festsetzt. Sehr enge Kontaktstellen können die Anwendung von Zahnseide erschweren, während überlappende Zahnflächen mit der Zahnbürste schwerer erreichbar sind. Engstand bedeutet nicht, dass die Mundhygiene schlecht ist, kann eine gründliche Reinigung jedoch anspruchsvoller machen.

Engstand, Zahnfehlstellung und Fehlbiss sind nicht dasselbe

Diese Begriffe hängen miteinander zusammen, beschreiben aber unterschiedliche Aspekte. Zahnengstand bedeutet in der Regel, dass im Zahnbogen nicht genügend Platz vorhanden ist, damit sich alle Zähne regelrecht einordnen können. Fehlgestellte oder schiefe Zähne ist ein weiter gefasster Begriff und kann gedrehte, gekippte, verschobene oder überlappende Zähne einschließen. Ein Fehlbiss, medizinisch auch Malokklusion genannt, beschreibt hingegen, wie die oberen und unteren Zähne beim Schließen der Kiefer aufeinandertreffen.

Ein Patient kann einen Zahnengstand bei relativ regelrechtem Biss haben. Umgekehrt kann eine Bissfehlstellung bestehen, obwohl die Frontzähne relativ gerade wirken. Deshalb sollte die Entscheidung über eine Behandlung nicht allein aufgrund des sichtbaren Erscheinungsbildes getroffen werden. Bei einer kieferorthopädischen Untersuchung werden Zahnstellung, Platzverhältnisse, Zahndurchbruch, Kieferbeziehungen und der Biss als Ganzes beurteilt.

Warum Zähne eng oder unregelmäßig stehen können

Zu wenig Platz im Zahnbogen

Ein Zahnengstand entsteht, wenn das Platzangebot im Zahnbogen nicht dem Platz entspricht, den die Zähne benötigen. Dabei kann das Verhältnis zwischen Zahngröße und den Dimensionen des Zahnbogens oder Kiefers eine Rolle spielen. Ist der Platz begrenzt, können sich Zähne drehen, überlappen oder außerhalb ihrer idealen Position durchbrechen.

Zahndurchbruch und Entwicklung

Die Reihenfolge, in der Milchzähne ausfallen und bleibende Zähne durchbrechen, kann die Platzverhältnisse beeinflussen. Ein frühzeitiger Verlust oder ein ungewöhnlich langes Verbleiben eines Milchzahns, ein Durchbruch außerhalb der erwarteten Position sowie Unterschiede in Größe oder Anzahl der Zähne können die Entwicklung des Zahnbogens verändern. Bei Kindern werden solche Befunde im Zusammenhang mit dem Kieferwachstum und der Zahnentwicklung beurteilt.

Wachstum, Veranlagung und Veränderungen im Laufe des Lebens

Kieferwachstum, erbliche Zahnmerkmale und natürliche Veränderungen im Laufe des Lebens können ebenfalls die Zahnstellung beeinflussen. Zähne können sich auch im Erwachsenenalter verschieben. Nach einer früheren kieferorthopädischen Behandlung kann es erneut zu Zahnbewegungen kommen. Deshalb ist die Retention, also die Stabilisierung der erreichten Zahnstellung, ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.

Welche weiteren Anzeichen können auftreten?

Das Erscheinungsbild kann sehr unterschiedlich sein. Bei manchen Menschen ist nur ein einzelner Zahn verdreht, bei anderen überlappen mehrere Zähne oder es besteht ein deutlicher Platzmangel in einem oder beiden Zahnbögen. Mögliche Anzeichen sind:

  • Zähne, die sich überlappen, verdreht oder gekippt sind oder außerhalb des normalen Zahnbogens stehen;
  • ein bleibender Zahn, der an einer unerwarteten Stelle durchbricht;
  • sehr enge Zahnkontakte, die Zahnseide oder die Reinigung der Zahnzwischenräume erschweren;
  • wiederholtes Festsetzen von Nahrung zwischen überlappenden Zähnen;
  • Zahnflächen, die mit der Zahnbürste schwer erreichbar sind;
  • eine verschobene Zahnmittellinie oder ein Zahn, der deutlich außerhalb der Reihe steht;
  • das Gefühl, dass der Biss ungleichmäßig ist oder bestimmte Zähne nicht wie erwartet aufeinandertreffen.

Der letzte Punkt ist besonders wichtig, da ein Fehlbiss ein eigenständiges kieferorthopädisches Problem darstellen kann und nicht lediglich eine Folge des Engstands sein muss. Das Spektrum der kieferorthopädischen Leistungen bei ZagrebMed umfasst sowohl die Beurteilung der Zahnstellung als auch unterschiedliche Bissfehlstellungen. Welche Untersuchung oder Behandlung infrage kommt, hängt vom individuellen Befund ab.

Wann sollten eng stehende oder fehlgestellte Zähne untersucht werden?

Eng stehende oder schiefe Zähne sind in der Regel kein Notfall. Eine kieferorthopädische Untersuchung ist sinnvoll, wenn sich die Zahnstellung verändert, die Reinigung dauerhaft erschwert ist, ein bleibender Zahn außerhalb seiner erwarteten Position durchbricht, sich der Biss ungewöhnlich anfühlt oder die Zahnstellung Sie persönlich stört. Eine Untersuchung bedeutet nicht automatisch, dass sofort eine Behandlung begonnen werden muss.

Kinder können bereits während der Entwicklung von Zähnen und Kiefern untersucht werden, wenn Fragen zum Platzangebot, Zahndurchbruch, Kieferwachstum oder Biss bestehen. In manchen Fällen ist zunächst nur eine Beobachtung erforderlich. Bei Jugendlichen erfolgt die Beurteilung häufig, wenn ein großer Teil der bleibenden Zähne bereits durchgebrochen ist. Erwachsene können grundsätzlich ebenfalls kieferorthopädisch beurteilt werden, sofern Zähne, Zahnfleisch und Zahnhalteapparat eine Zahnbewegung zulassen. Fehlende Zähne, Zahnersatz, Implantate und frühere kieferorthopädische Behandlungen werden bei der Planung berücksichtigt.

Hat sich die Stellung eines Zahns nach einer Verletzung plötzlich verändert oder treten gleichzeitig starke Schmerzen, Schwellungen, Blutungen oder eine unerwartete Lockerung eines bleibenden Zahns auf, sollte zeitnah eine zahnärztliche Untersuchung erfolgen. In solchen Situationen muss zunächst geklärt werden, ob eine Verletzungsfolge oder ein anderes Zahnproblem vorliegt.

Wie werden eng stehende und fehlgestellte Zähne untersucht?

Klinische Untersuchung und Beurteilung des Bisses

Der Kieferorthopäde fragt, welche Veränderungen Ihnen aufgefallen sind, ob sich die Zahnstellung im Laufe der Zeit verändert hat, ob bereits früher eine kieferorthopädische Behandlung durchgeführt wurde und ob Probleme beim Reinigen, Kauen oder Zubeißen bestehen. Untersucht werden die Stellung einzelner Zähne, das Platzangebot in den Zahnbögen, das Verhältnis der oberen und unteren Zähne, die Zahnmittellinien sowie der Zustand von Zähnen und Zahnfleisch. Bei jüngeren Patienten werden zusätzlich Zahndurchbruch und Wachstum berücksichtigt.

Digitaler Scan und Bildgebung bei Bedarf

Fotografien und ein digitaler intraoraler Scan können genutzt werden, um ein dreidimensionales Modell von Zähnen und Biss zu erstellen, Platzverhältnisse zu messen und eine mögliche Behandlung zu planen. Röntgenaufnahmen können bei entsprechender medizinischer Indikation erforderlich sein, um Zahnwurzeln, noch nicht durchgebrochene Zähne, Knochenstrukturen oder andere klinisch nicht sichtbare Informationen zu beurteilen. Nicht jeder Patient benötigt dieselben diagnostischen Unterlagen oder Aufnahmen.

Ziel der Diagnostik ist nicht nur festzustellen, dass Zähne nicht gerade stehen. Entscheidend ist zu verstehen, warum der Engstand oder die Fehlstellung besteht und wie sie mit dem Biss zusammenhängt. Erst danach lässt sich beurteilen, ob eine Behandlung sinnvoll ist und welche Therapieform infrage kommen könnte.

Wie kann der nächste Schritt aussehen?

Beobachtung statt sofortiger Behandlung

Ist die Unregelmäßigkeit leicht, stabil, gut zu reinigen und verursacht weder funktionelle Beschwerden noch persönliche Beeinträchtigungen, kann der Kieferorthopäde entscheiden, dass zunächst keine Behandlung notwendig ist. Bei einem wachsenden Kind können Zahndurchbruch und Platzentwicklung über einen bestimmten Zeitraum beobachtet werden, bevor eine Therapieentscheidung getroffen wird.

Kieferorthopädische Behandlung, wenn eine Korrektur sinnvoll ist

Wenn eine Behandlung empfohlen wird, geht es in der Regel um mehr als nur das Begradigen der sichtbaren Frontzähne. Bei der Planung werden Platzverhältnisse, Zahnpositionen, der Biss, die Mundgesundheit und die langfristige Stabilität berücksichtigt.

Festsitzende Zahnspangen ermöglichen kontrollierte Zahnbewegungen bei vielen unterschiedlichen kieferorthopädischen Fehlstellungen. Transparente Aligner können für ausgewählte Patienten eine weitere Möglichkeit darstellen. Nicht jeder Engstand, jede Zahnrotation, jeder Durchbruch außerhalb der Zahnreihe oder jede Bissfehlstellung eignet sich gleichermaßen für eine Aligner-Therapie. Die Wahl des Behandlungssystems sollte deshalb vom Befund und Therapieziel abhängen und nicht ausschließlich von der gewünschten Optik.

Für Patienten, bei denen nach der Untersuchung eine Behandlung des Zahnengstands empfohlen wird, bietet ZagrebMed Informationen zur Korrektur von eng stehenden Zähnen. Ob eine solche Behandlung angezeigt ist und welches Verfahren geeignet sein könnte, muss individuell entschieden werden.

Auch die Schaffung oder Verteilung von Platz wird individuell geplant. Abhängig vom Befund können unterschiedliche Vorgehensweisen infrage kommen. Ob eine Behandlung ohne Zahnentfernung möglich ist oder ob in einem bestimmten Fall eine Extraktion sinnvoll sein könnte, lässt sich nicht allein anhand eines Fotos oder des sichtbaren Engstands entscheiden.

Retention nach der Behandlung

Nach einer aktiven kieferorthopädischen Behandlung können sich Zähne im Laufe der Zeit wieder bewegen. Retainer helfen dabei, die erreichte Zahnstellung zu erhalten. Sie können herausnehmbar, festsitzend oder als Kombination beider Varianten eingesetzt werden. Welche Form der Retention geeignet ist und wie sie getragen werden soll, legt der Kieferorthopäde individuell fest.

Was Sie vor einer kieferorthopädischen Untersuchung vorbereiten können

Wenn Sie ZagrebMed wegen eng stehender oder fehlgestellter Zähne kontaktieren, erleichtern einige grundlegende Informationen die Organisation des nächsten Schritts. Hilfreich sind:

  • Ihr Alter beziehungsweise das Alter des Kindes;
  • eine kurze Beschreibung dessen, was Ihnen aufgefallen ist, zum Beispiel Überlappung, Rotation, ein außerhalb des Zahnbogens durchbrechender Zahn oder zunehmender Engstand;
  • seit wann die Veränderung besteht und ob sie fortschreitet;
  • Probleme beim Zähneputzen, bei der Verwendung von Zahnseide, beim Kauen oder beim Zubeißen;
  • frühere kieferorthopädische Behandlungen und die aktuelle Verwendung eines Retainers;
  • bereits vorhandene zahnärztliche oder kieferorthopädische Befunde, Fotos, Scans oder Röntgenaufnahmen;
  • Informationen über fehlende Zähne, Implantate, Zahnfleischerkrankungen oder kürzlich erfolgte Zahnverletzungen;
  • die Frage, die Sie klären möchten, beispielsweise ob eine Behandlung erforderlich ist und welche Möglichkeiten grundsätzlich infrage kommen.

Sie müssen vor Ihrer Anfrage nicht wissen, ob eine feste Zahnspange, transparente Aligner oder eine andere Behandlung für Sie geeignet ist. Wenn eng stehende oder fehlgestellte Zähne die Reinigung erschweren, den Biss oder das Aussehen beeinflussen oder sich ihre Position verändert, können Sie ZagrebMed eine Anfrage mit den bereits vorhandenen Informationen und Unterlagen senden. ZagrebMed kann Ihnen helfen, eine passende kieferorthopädische Untersuchung in Zagreb zu finden und den nächsten Schritt anhand des klinischen Befunds zu klären.