Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom ist eine Erkrankung, die durch Druck auf den Medianusnerv im Karpaltunnel – einem engen Durchgang im Handgelenk – verursacht wird. Diese Kompression kann zu Schmerzen, Kribbeln und Schwäche in der Hand und den Fingern führen. Besonders betroffen sind Personen, die über längere Zeit sich wiederholende Handbewegungen ausführen, wie Tippen, Arbeiten mit Werkzeugen oder Musizieren. Das Syndrom kann auch mit hormonellen Veränderungen, entzündlichen Erkrankungen oder anatomischen Besonderheiten zusammenhängen.

Symptome

  • Kribbeln, Brennen oder Taubheit in den Fingern (insbesondere Daumen, Zeige- und Mittelfinger)

  • Schwäche in der Hand, Schwierigkeiten beim Greifen von Gegenständen

  • Nächtliche Schmerzen und Steifheit im Handgelenk und in den Fingern

  • Verminderte Berührungsempfindlichkeit in den betroffenen Fingern

  • Verstärkung der Symptome bei wiederholten Handbewegungen

Diagnose

Die Diagnose wird durch eine klinische Untersuchung gestellt, bei der der Arzt die Kraft und Empfindlichkeit der Hand testet. Häufig verwendete Tests sind der Phalen-Test (Beugen des Handgelenks) und der Tinel-Test (Klopfen auf den Medianusnerv). Elektromyographie (EMG) und Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen sind wichtige diagnostische Verfahren zur Beurteilung der Nervenfunktion und zur Bestätigung des Karpaltunnelsyndroms.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Symptome. Leichte Fälle können mit Handgelenkschienen, Dehnübungen, entzündungshemmenden Medikamenten und Anpassungen der Arbeitsgewohnheiten behandelt werden. Bei schweren Fällen, in denen konservative Therapien nicht helfen, können Kortikosteroid-Injektionen oder ein chirurgischer Eingriff (Dekompression des Karpaltunnels) notwendig sein, um den Druck auf den Nerv zu verringern.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Ein Arztbesuch ist erforderlich, wenn die Symptome länger als einige Wochen anhalten, wenn sich die nächtlichen Schmerzen verstärken oder wenn Kraftverlust und eingeschränkte Fingerfertigkeit auftreten, da dies den Alltag beeinträchtigen und zu dauerhaften Nervenschäden führen kann.