PCOS-Laborpanel
Über das Verfahren
Das PCOS-Laborpanel ist eine Blutuntersuchung, die als Teil der Abklärung hormoneller Muster eingesetzt wird, die mit dem polyzystischen Ovarialsyndrom verbunden sein können. Das Panel umfasst Estradiol, DHEA-S, follikelstimulierendes Hormon (FSH), luteinisierendes Hormon (LH), Gesamttestosteron, freies Testosteron, Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG), 17-Hydroxyprogesteron, Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH) und Prolaktin.
Das Panel kombiniert Fortpflanzungshormone, androgenbezogene Marker und Untersuchungen, die helfen können, andere mögliche Ursachen PCOS-ähnlicher Beschwerden zu erkennen. Es kann bei unregelmäßigen oder ausbleibenden Monatsblutungen, gestörter Ovulation, unerfülltem Kinderwunsch oder Anzeichen eines Androgenüberschusses erwogen werden. Dazu gehören Akne, Haarausfall, unerwünschte Gesichts- oder Körperbehaarung und fettige Haut. Eine Abklärung wird manchmal auch wegen Gewichtszunahme und Schwierigkeiten beim Abnehmen gesucht. Gewichtsveränderungen allein reichen jedoch nicht für eine PCOS-Diagnose aus.
Was das PCOS-Laborpanel misst
- Estradiol: liefert Informationen über die Östrogenaktivität und die Funktion der Eierstöcke im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus.
- FSH und LH: sind Hypophysenhormone, die an Follikelentwicklung, Ovulation und Zyklusregulation beteiligt sind.
- Gesamttestosteron und freies Testosteron: unterstützen die Beurteilung eines biochemischen Androgenüberschusses. Freies Testosteron bezeichnet den Anteil, der nicht fest an Transportproteine gebunden ist.
- SHBG: bindet Sexualhormone im Blut und beeinflusst die Menge des biologisch verfügbaren Testosterons.
- DHEA-S: ist ein überwiegend in den Nebennieren gebildetes Androgen und kann Hinweise auf eine mögliche adrenale Komponente des Androgenüberschusses geben.
- 17-Hydroxyprogesteron: unterstützt die Abklärung von Erkrankungen mit PCOS-ähnlichen Symptomen, darunter die nichtklassische kongenitale Nebennierenhyperplasie.
- TSH: dient der Beurteilung der Schilddrüsenfunktion, da Schilddrüsenerkrankungen Zyklus, Gewicht, Energie und Fruchtbarkeit beeinflussen können.
- Prolaktin: wird bestimmt, weil erhöhte Werte zu unregelmäßigen oder ausbleibenden Monatsblutungen und einer gestörten Ovulation beitragen können.
Eine Blutuntersuchung allein diagnostiziert kein PCOS
PCOS wird weder anhand eines einzelnen Hormonwertes noch allein anhand dieses Panels diagnostiziert. Die diagnostische Beurteilung kombiniert Angaben zum Menstruationszyklus und zur Ovulation, Symptome und klinische Zeichen eines Androgenüberschusses, hormonelle Befunde sowie den Ausschluss anderer möglicher Ursachen. Eine gynäkologische Ultraschalluntersuchung kann eingesetzt werden, wenn die Ovarialmorphologie beurteilt oder das diagnostische Gesamtbild weiter geklärt werden soll.
Bei Erwachsenen werden in der Regel Hinweise auf eine Ovulationsstörung, einen klinischen oder biochemischen Androgenüberschuss und eine polyzystische Ovarialmorphologie berücksichtigt. Welche Kombination erforderlich ist, hängt von der klinischen Situation ab. Wenn sowohl unregelmäßige Zyklen als auch eindeutige Zeichen eines Hyperandrogenismus vorliegen, ist ein Ultraschall für die Diagnose nicht immer notwendig. In anderen Situationen können Ultraschall oder weitere Untersuchungen wichtige Informationen liefern. Bei Jugendlichen ist besondere Vorsicht erforderlich, da unregelmäßige Zyklen und Akne auch im Rahmen der normalen Pubertätsentwicklung auftreten können.
Für wen das Panel infrage kommen kann
Das Panel kann bei Erwachsenen erwogen werden, die wegen unregelmäßiger Zyklen, ausbleibender Monatsblutungen, vermuteter Ovulationsstörung, Schwierigkeiten beim Schwangerwerden, unerwünschter Behaarung, Ausdünnung des Kopfhaares, anhaltender Akne oder anderer möglicher Zeichen eines Androgenüberschusses untersucht werden. Es kann ebenfalls Teil der Abklärung sein, wenn PCOS von einer Schilddrüsenfunktionsstörung, einem erhöhten Prolaktinwert, einem adrenalen Androgenüberschuss oder einer anderen hormonellen Erkrankung unterschieden werden soll.
Das Panel ist kein eigenständiger Screeningtest für jede Person mit Gewichtsveränderungen, Akne oder Haarausfall. Diese Beschwerden können zahlreiche Ursachen haben. Ob die Untersuchung geeignet ist, sollte unter Berücksichtigung von Alter, Zyklusverlauf, Symptomen, Medikamenten, hormoneller Verhütung, möglicher Schwangerschaft und bisherigen Befunden beurteilt werden.
Vorbereitung und Zeitpunkt der Blutabnahme
Einzelne Hormonwerte können durch die Zyklusphase, die Tageszeit, eine Schwangerschaft, hormonelle Verhütung, Kinderwunschbehandlungen und andere Medikamente beeinflusst werden. Vor der Blutabnahme sollte geklärt werden, ob die Untersuchung an einem bestimmten Zyklustag oder zu einer festgelegten Tageszeit erfolgen soll.
Hilfreich sind Angaben zum ersten Tag der letzten Monatsblutung, zur üblichen Zykluslänge und zur Regelmäßigkeit des Zyklus. Die Einnahme hormoneller Medikamente, Verhütungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Fertilitätsmedikamente sollte angegeben werden. Verordnete Medikamente dürfen nur nach ausdrücklicher ärztlicher Anweisung abgesetzt oder verändert werden.
Da Prolaktin durch Stress, kürzlich erfolgte körperliche Belastung und die Bedingungen der Blutabnahme beeinflusst werden kann, sollten die erhaltenen Vorbereitungshinweise beachtet werden. Ob Nüchternheit, eine Ruhephase vor der Blutabnahme oder ein bestimmter Abnahmezeitpunkt erforderlich sind, sollte vor dem Termin bestätigt werden.
Ablauf der Laboruntersuchung
Schritt 1: Grund der Untersuchung einordnen
Der Anlass der Untersuchung wird zusammen mit Symptomen, Zyklusanamnese, früheren Hormonwerten, Kinderwunsch und aktueller Medikation betrachtet. Dadurch lässt sich einschätzen, ob das Panel geeignet ist und ob zusätzliche Untersuchungen benötigt werden.
Schritt 2: Zeitpunkt und Vorbereitung bestätigen
Vor dem Termin werden der empfohlene Zyklustag, die Uhrzeit der Blutabnahme und individuelle Vorbereitungshinweise geklärt. Vorhandene Laborberichte, Ultraschallbefunde und eine aktuelle Medikamentenliste sollten nach Möglichkeit mitgebracht werden.
Schritt 3: Blutprobe entnehmen
Eine venöse Blutprobe wird entnommen und zur Bestimmung aller zehn Bestandteile des Panels verwendet. Die Blutabnahme dauert üblicherweise nur wenige Minuten. Gelegentlich können kurzzeitige Beschwerden, ein kleiner Bluterguss oder Schwindel auftreten.
Schritt 4: Laboranalyse
Die Probe wird auf Fortpflanzungshormone, Androgene, Sexualhormon-bindendes Protein, Schilddrüsenregulation, Prolaktin und 17-Hydroxyprogesteron untersucht. Der Befund enthält die einzelnen Messwerte und die jeweils geltenden Laborreferenzbereiche.
Schritt 5: Ärztliche Auswertung und weitere Abklärung
Die Ergebnisse sollten gemeinsam und nicht als voneinander isolierte normale oder auffällige Werte beurteilt werden. Abhängig vom Befund können eine gynäkologische oder endokrinologische Untersuchung, ein gynäkologischer Ultraschall, eine Fertilitätsabklärung oder separate Stoffwechseluntersuchungen von Glukose und Blutfetten folgen.
Ergebnisse richtig einordnen
Ein Wert außerhalb des Referenzbereichs bestätigt PCOS nicht automatisch. Umgekehrt schließen Werte innerhalb der Referenzbereiche PCOS nicht sicher aus. Hormonkonzentrationen unterscheiden sich je nach Alter, Zyklusphase, Labormethode, Medikation und individueller Physiologie. Bei der Beurteilung eines biochemischen Androgenüberschusses kann insbesondere das Verhältnis von Gesamttestosteron, freiem Testosteron und SHBG relevant sein.
TSH, Prolaktin und 17-Hydroxyprogesteron helfen dabei, Androgen- und Fortpflanzungshormonbefunde in einen breiteren diagnostischen Zusammenhang einzuordnen. Sie können zur Erkennung von Erkrankungen beitragen, die unregelmäßige Zyklen, Ovulationsstörungen oder PCOS-ähnliche Beschwerden verursachen. Weitere Untersuchungen sollten entsprechend der konkreten klinischen Fragestellung ausgewählt und nicht automatisch durchgeführt werden.
Praktischer nächster Schritt über ZagrebMed
Vor einer Anfrage sollten Informationen zur Zyklusregelmäßigkeit, das Datum der letzten Monatsblutung, aktuelle Beschwerden, Kinderwunsch, Medikamente sowie vorhandene Hormon- oder Ultraschallbefunde vorbereitet werden. ZagrebMed kann dabei helfen, den praktischen nächsten Schritt zu klären und einen geeigneten Labor- oder Facharztweg in Zagreb zu organisieren. Die abschließende Diagnose und Befundinterpretation muss immer durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal anhand des vollständigen klinischen Bildes erfolgen.
Der Kandidat
Das Panel kann bei Erwachsenen mit unregelmäßigen oder ausbleibenden Monatsblutungen, vermuteter Ovulationsstörung, Schwierigkeiten beim Schwangerwerden, unerwünschter Gesichts- oder Körperbehaarung, anhaltender Akne, Ausdünnung des Kopfhaares oder anderen möglichen Zeichen eines Androgenüberschusses erwogen werden. Es kann außerdem die Abklärung einer Schilddrüsenfunktionsstörung, eines erhöhten Prolaktinwertes, eines adrenalen Androgenüberschusses oder einer anderen hormonellen Erkrankung unterstützen. Es ist kein eigenständiger Screeningtest für jede Person mit Akne, Haarausfall oder Gewichtsveränderungen.
Vorbereitung
Vor der Untersuchung sollte geklärt werden, ob die Blutabnahme an einem bestimmten Zyklustag oder zu einer bestimmten Tageszeit erfolgen soll. Der erste Tag der letzten Monatsblutung sowie Angaben zur Zyklusregelmäßigkeit, zu einer möglichen Schwangerschaft, hormoneller Verhütung, Kinderwunschbehandlung, weiteren Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln sollten angegeben werden. Medikamente dürfen nicht ohne ausdrückliche ärztliche Anweisung abgesetzt werden. Die Hinweise zu Nüchternheit, körperlicher Aktivität, Ruhe und Abnahmezeitpunkt sind zu beachten.
Behandlung
Es handelt sich um eine Laboruntersuchung und nicht um eine Behandlung. Eine venöse Blutprobe wird entnommen und auf Estradiol, DHEA-S, FSH, LH, Gesamttestosteron, freies Testosteron, SHBG, 17-Hydroxyprogesteron, TSH und Prolaktin untersucht. Die Blutabnahme dauert üblicherweise wenige Minuten. Anschließend wird die Probe analysiert und jeder Wert mit dem zugehörigen Laborreferenzbereich angegeben.
Das Ergebnis
Der Befund enthält separate Werte für alle zehn Bestandteile des Panels. Die Ergebnisse müssen gemeinsam mit Zyklusanamnese, Symptomen, klinischen Zeichen, Medikamenteneinnahme und vorhandenen Ultraschall- oder Laborbefunden interpretiert werden. Ein einzelner auffälliger Wert bestätigt PCOS nicht, und Werte innerhalb der Referenzbereiche schließen es nicht sicher aus. Der genaue Zeitpunkt der Befundbereitstellung sollte bei der Terminvereinbarung bestätigt werden.
Vorsichtsmaßnahmen
Hormonwerte können durch Zyklusphase, Schwangerschaft, hormonelle Verhütung, Kinderwunschbehandlungen, andere Medikamente, Tageszeit, kürzlich erfolgte körperliche Belastung, Stress und die verwendete Labormethode beeinflusst werden. Eine verordnete Behandlung darf zur Vorbereitung auf die Untersuchung nicht ohne ärztliche Anweisung verändert werden. Nach der Blutabnahme können kurzzeitig Beschwerden, ein Bluterguss oder Schwindel auftreten. Das Panel allein erlaubt keine PCOS-Diagnose und muss fachärztlich interpretiert werden.

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