Akne
Akne kann Mitesser, Pickel, Knoten und Zysten verursachen. Erfahren Sie mehr über Symptome, mögliche Ursachen, Diagnose und Behandlung.
Akne ist eine häufige entzündliche Hauterkrankung, die vor allem Gesicht, Rücken, Brust und Schultern betrifft. Sie beginnt häufig in der Pubertät, kann jedoch bis ins Erwachsenenalter fortbestehen oder erst später auftreten. Das Erscheinungsbild reicht von einzelnen Mitessern bis zu tiefen, schmerzhaften Hautveränderungen mit einem erhöhten Narbenrisiko.
Symptome von Akne
Akne kann in unterschiedlichen Formen auftreten. Offene Komedonen, häufig als Mitesser bezeichnet, entstehen, wenn Talg und abgestorbene Hautzellen eine Pore verstopfen, die an der Oberfläche geöffnet bleibt. Die dunkle Farbe entsteht durch Oxidation und nicht durch Schmutz.
Geschlossene Komedonen sind verstopfte Poren, die von einer dünnen Hautschicht bedeckt sind und als weiße oder hautfarbene Erhebungen erscheinen. Papeln sind gerötete und entzündete Knötchen. Pusteln enthalten Eiter und können eine weiße oder gelbliche Spitze aufweisen.
Zu den tieferen Akneformen gehören Knoten und Zysten. Knoten sind harte, schmerzhafte Veränderungen, die tief in der Haut liegen. Zysten sind größere, entzündete Läsionen, die Flüssigkeit oder Eiter enthalten können. Bei Knoten und Zysten besteht ein höheres Risiko für Narben und anhaltende Pigmentveränderungen.
Akne kann leicht ausgeprägt sein und nur gelegentlich auftreten oder über längere Zeit große Hautbereiche betreffen. Neben den sichtbaren Hautveränderungen kann sie auch das Selbstwertgefühl, soziale Kontakte und das emotionale Wohlbefinden beeinträchtigen.
Diagnose von Akne
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch die Untersuchung der Haut, die Beurteilung der betroffenen Körperbereiche und die Einschätzung des Schweregrads. Eine dermatologische Untersuchung hilft dabei, Mitesser, Papeln, Pusteln, Knoten und Zysten zu unterscheiden sowie Narben oder andere Hauterkrankungen zu erkennen, die ähnlich aussehen können.
Berücksichtigt werden außerdem das Alter beim ersten Auftreten, die Dauer der Beschwerden, verwendete Kosmetikprodukte, Medikamente, bisherige Behandlungen und mögliche Zusammenhänge mit dem Menstruationszyklus.
Bei erwachsenen Frauen kann eine hormonelle Abklärung sinnvoll sein, wenn Akne gemeinsam mit unregelmäßigen oder ausbleibenden Monatsblutungen, verstärkter Gesichts- oder Körperbehaarung, dünner werdendem Kopfhaar, Gewichtszunahme oder anderen möglichen Zeichen eines Androgenüberschusses auftritt. Hormonuntersuchungen sind nicht bei jeder Akne erforderlich und richten sich nach dem gesamten Beschwerdebild.
Behandlungsmöglichkeiten bei Akne
Die Behandlung richtet sich nach der Art und Schwere der Hautveränderungen, dem Narbenrisiko und dem bisherigen Ansprechen auf Therapien. Bei leichter Akne können äußerlich angewendete Präparate mit Wirkstoffen wie Benzoylperoxid, Salicylsäure, Azelainsäure oder Retinoiden eingesetzt werden. Sie können verstopfte Poren öffnen, Entzündungen reduzieren und der Bildung neuer Läsionen entgegenwirken.
Bei mittelschwerer oder schwerer Akne können verschreibungspflichtige topische oder orale Antibiotika, Retinoide oder andere Medikamente erforderlich sein. Orales Isotretinoin kann bei ausgewählten Fällen von schwerer, knotiger oder therapieresistenter Akne erwogen werden. Die Behandlung erfordert eine sorgfältige ärztliche Beurteilung, die Kontrolle möglicher Gegenanzeigen und regelmäßige Verlaufskontrollen.
Wenn hormonelle Faktoren eine Rolle spielen, können hormonelle oder antiandrogene Behandlungen geprüft werden. Die Entscheidung hängt von den Symptomen, der Krankengeschichte, möglichen Laborbefunden und individuellen Gegenanzeigen ab.
Dermatologische Verfahren können die Behandlung ergänzen. Ein chemisches Peeling verwendet kontrolliert aufgetragene Lösungen, um oberflächliche Hautschichten zu erneuern. Es kann bei bestimmten Formen von Akne, verstopften Poren oder oberflächlichen Pigmentveränderungen eingesetzt werden.
Eine Dermaroller- oder Microneedling-Therapie wird vor allem zur Behandlung bestimmter eingesunkener Aknenarben eingesetzt, nachdem die aktive Entzündung ausreichend kontrolliert wurde. Das Verfahren ist nicht für jede entzündete Hautveränderung geeignet und sollte dermatologisch geplant werden.
Wann eine ärztliche Untersuchung sinnvoll ist
Eine ärztliche Untersuchung ist empfehlenswert, wenn die Akne anhaltend, schmerzhaft oder großflächig ist, Narben hinterlässt oder sich trotz geeigneter Hautpflege nicht verbessert. Eine Abklärung ist auch bei plötzlich auftretender Akne im Erwachsenenalter oder bei gleichzeitig bestehenden Zyklusstörungen, verstärkter Behaarung, Kopfhaarverlust oder anderen hormonellen Veränderungen sinnvoll.
Tiefe Knoten oder Zysten sollten nicht ausgedrückt werden, da dies Entzündungen verstärken und das Narbenrisiko erhöhen kann. ZagrebMed kann bei der Organisation einer dermatologischen Beurteilung helfen und die Beschwerden mit einem geeigneten diagnostischen oder therapeutischen Weg in Zagreb verbinden.